Umwelt & Klima

Was die Schweizer Futtermittelbranche konkret tut und wo es noch Hebel gibt.

Was wird getan?

Nachhaltigkeit in der Futtermittelproduktion ist kein Einzelthema. Sie beginnt bei der Rohstoffbeschaffung, zieht sich durch Produktion und Logistik und endet bei der Verpackung.

Schweizer Futtermittelhersteller haben in den vergangenen Jahren begonnen, ihre Prozesse systematisch unter die Lupe zu nehmen. In den Mühlen wird zunehmend auf erneuerbare Energien umgestellt — Photovoltaikanlagen auf Produktionsdächern und Wärmerückgewinnung aus industriellen Prozessen gehören dabei zu den am schnellsten umsetzbaren Massnahmen. Der Energieverbrauch ist in einer produktionsintensiven Branche ein zentraler Hebel.

Bei der Logistik setzt die Branche auf Bündelung: Weniger Fahrten, optimierte Routen und eine stärker regional ausgerichtete Versorgung reduzieren den transportbedingten Fussabdruck spürbar. Wo es die Infrastruktur erlaubt, ersetzen Mehrweg-Tankwagen die klassische Sackware — ein Schritt, der gleichzeitig Verpackungsmaterial und Arbeitsaufwand einspart.

Die Rohstoffbeschaffung bleibt die komplexeste Baustelle. Soja und Palmöl — zwei der ökologisch problematischsten Zutaten in der Futtermittelproduktion — werden zunehmend durch zertifizierte Alternativen ersetzt oder durch heimische Eiweissträger wie Rapsschrot und Futtererbsen substituiert. Internationale Zertifizierungssysteme schaffen dabei Transparenz, stossen in der Praxis aber auch an Grenzen.

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CO₂-Reduktion in der Produktion seit 2015

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weniger Soja aus Risikoregionen im Schweizer Mischfutter

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Schweizer Futtermittel werden heute in Mehrweg-Tankwagen

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Tiere ernähren und halten

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Methanreduktion — wie Futter beim Klimaschutz hilft

Bestimmte Futterzusätze können den Methanausstoss von Wiederkäuern messbar senken — ein vielversprechender Hebel im Kampf gegen Treibhausgase aus der Tierhaltung. Schweizer Mühlen begleiten diese Entwicklung mit Langzeitstudien und bringen ihre Erkenntnisse direkt in die Rezepturentwicklung ein.

Schweizer Mühlen begleiten diese Entwicklung mit Langzeitstudien und bringen ihre Erkenntnisse direkt in die Rezepturentwicklung ein. Methan entsteht im Pansen von Rindern und Schafen als natürliches Nebenprodukt der Verdauung — und macht einen erheblichen Teil der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen aus. Genau hier setzen neue Futtermittelstrategien an: Durch gezielte Zusätze wie bestimmte Algenextrakte, Tannine oder synthetische Verbindungen lässt sich die Methanbildung im Pansen hemmen, ohne die Tiergesundheit oder Leistung zu beeinträchtigen.

Häufige Fragen